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04.02.2010 |

studiVZ, wkw und facebook - Chancen und Risiken für die öffentliche Verwaltung

Im Rahmen des Hochschulforums der FHöV referierte Polizeidirektor Dr. Axel Henrichs, Dozent am Fachbereich Polizei der FHöV zum Thema "Social Networks (SNS)". Begrüßt wurde er vom stellvertretenden Direktor Dirk Briesemann.

Dr. Axel HenrichsMit dem Einzug von Computern in deutsche Wohn- und Arbeitszimmer sowie der schnellen Verbreitung des Internets hat sich das gesellschaftliche Leben rasant verändert. Das Netz stellt sich heute als Informations-, Kommunikations- und Handelsplatz dar, das Generationen übergreifend genutzt wird. Dabei steht das "MitmachWeb" oder auch Web 2.0 genannt derzeit bei vielen Internetanwendern hoch im Kurs. Hierbei bieten virtuelle Dienstleister Kommunikationsplattformen zur Kontaktpflege und Selbstdarstellung oder zum Informationsaustausch an.

Besonders beliebt unter den Web 2.0-Anwendungen sind die SNS, die sich als Kombination von virtuellen Freundebüchern, Chats oder Kontaktbörsen präsentieren. Die Bekanntesten in Deutschland sind facebook, studiVZ, wer-kennt-wen, Twitter oder stayfriends.

Durch die Verbreitung der SNS haben sich zahlreiche von Privaten für eigene Zwecke betriebene "Datenbanken" etabliert. Darin sind umfangreiche personenbezogene Daten enthalten, die überwiegend auch für andere zugänglich sind.

"In der virtuellen Welt des Internet findet auch vieles von dem statt, was auch in der realen Welt auf strafbare Handlungen bzw. Gefahrenlagen hinweist", so Dr. Henrichs in seinem Vortrag.

Anhand konkreter Beispiele sensibilisierte er für einen verantwortungsvollen Umfang mit den eigenen personenbezogenen Daten. Er stellte anschaulich die mit dem Medium einhergehenden Möglichkeiten und Gefahren dar und erläuterte z. B. die Informationswege von Personalverantwortlichen im Zuge von Einstellungsverfahren. Auch wies er auf die Ermittlungstätigkeit von Behörden und Polizei in den Social Networks bei der Klärung strafrechtlich relevanter Sachverhalte hin.

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